Es
gibt wenigstens einen Abgeordneten in der Regierungskoalition, der die wahren
Hintergründe der Diskussion um die Solarstromvergütung zu nennen wagt,
aber lesen Sie selbst:
Montag, 11. Juni 2012
2012-06-11 14:51:24
Energie-Zoff in der Union
Göppel sieht "Strom-Kampagne"
Indirekt wirft der CSU-Abgeordnete Göppel Mitgliedern seiner Fraktion eine
Kampagne gegen die Energiewende vor. Er rechnet vor, dass die Ökostrom-Umlage kaum
Anteil an der Verdoppelung des Strompreises hatte.
Der CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel hat sich gegen die
"Strompreiskampagne von Gegnern der Energiewende" in der
Unionsfraktion im Bundestag gewandt. In einem
Brief
an seine
Fraktionskollegen schreibt Göppel, bei der Debatte über Strompreiserhöhungen
lohne es sich, "einen Blick auf die Entwicklung der letzten zwölf Jahre zu
werfen".
Göppel argumentiert so: 2000 betrug der durchschnittliche
Haushaltsstrompreis 14 Cent pro Kilowattstunde. Die EEG-Umlage, also die von
den Übertragungsnetzbetreibern errechneten Mehrkoten für Ökostrom, lag im
selben Jahr bei 0,2 Cent. "Aktuell haben wir ein Verhältnis von 26 zu 3,6
Cent pro kWh", schreibt Göppel. "Der Großteil der Strompreiserhöhung
fand also unbeeinflusst von der EEG-Umlage statt."
Zugleich sei der Einkaufspreis an der Strombörse Leipzig im vergangenen
Jahr von 6,2 auf 5,0 Cent pro kWh gesunken, rechnet Göppel weiter vor. Und
fragt, warum diese Senkung des Einkaufspreises nicht an die Stromkunden
weitergegeben werde. "Sind überhöhte Kapitalrenditen der Stromkonzerne,
die bedient werden wollen, die Ursache?"
Quelle: n-tv.de, hvo
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